Bd. 148 Nr. 2 (2026)
Abhandlungen

Interpersonales Gottvertrauen im Zeichen der eschatologischen Vorläufigkeit

Roman Beck Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen

Veröffentlicht 2026-06-01

Schlagwörter

  • Gottvertrauen,
  • Glaube,
  • Vertrauensinteraktion,
  • philosophischer Vertrauensbegriff,
  • Interpersonalität,
  • personales Gottesverständnis,
  • Wolfhart Pannenberg
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Abstract

Gottvertrauen ist ein Konzept, das theologiegeschichtlich weitgehend im Schatten des Glaubensbegriffs stand und keine weiterführende, analytische Ausarbeitung erfahren hat. In diesem Beitrag wird ein zeitgemäßes Verständnis des menschlichen Vertrauens zu Gott entwickelt, das sowohl den aktuellen Erkenntnissen der philosophischen Vertrauensforschung Rechnung trägt als auch eine systematisch-theologische Absicherung erfährt. Wenn Vertrauen hierbei als eine komplexe interpersonale und transtemporale Praxis eingeführt und auf den Topos des Gottvertrauens übertragen wird, müssen zugleich bestimmte emphatische Vorstellungen, wie man Gott zu vertrauen habe, zurückgewiesen werden. Vielmehr konstituiert Gottvertrauen eine reziproke Beziehung, bei der (unter anderem) konkrete Erwartungen des Menschen gegenüber Gott eine Rolle spielen. Dieses Verständnis wird in Wolfhart Pannenbergs Forschungsprogramm der Offenbarung als Geschichte eingebettet, welches eine eschatologische Perspektive einnimmt.

Literaturhinweise